Über uns

Ciao, mein Name ist Carmine. Ich bin geboren und aufgewachsen in Molise. Als junger Mann war ich Besitzer eines sehr erfolgreichen Restaurants in Isernia. In dieser Zeit habe ich nicht nur sehr gut kochen gelernt, sondern auch meine Liebe zu den Pferden entdeckt und wurde zu einem richtigen Cowboy. Bald fing ich an von einem großen Reithof mit Hotel und Restaurant zu träumen. Dieser wurde 1992 mit zwei Partnern realisiert. Das Reitzentrum besteht immer noch und genießt nationale Bekanntheit.

ALTAVIA, was wörtlich übersetzt “hoher Weg” bedeutet, wurde 2003 gestartet. Es sollte  ein Wanderreitzentrum für internationale Gäste werden. Ein altes Bauernhaus aus dem Jahre 1885 wurde dafür komplett renoviert. Es befindet sich in einem großen Naturschutzgebiet, umgeben von Wald und Wiesen, mit Reitwegen in alle Richtungen.

ALTAVIA ist ein kleiner Betrieb, wodurch die Atmosphäre ungezwungen und sehr persönlich ist. Die Pferde und Hunde sind Teil der Familie.

Seit über 35 Jahren erkunde ich hoch zu Ross meine Region. Seit mehr als 20 Jahren und 60.000km im Sattel begleiten mich dabei Gäste aus aller Welt.

Kleine vergessenen Pfade, romantische Lichtungen, unberührte Natur, historische Plätze, ein schöner Galopp durch die Täler und immer wieder aufs neue Erkundungen und Erkenntnisse geben mir ein
tief verbundenes Gefühl zu unserer Landschaft, die ich wohl besser kenne als meine Westentasche.

Die Geschichte der Abruzzen und Molise ist eine ganz besondere mit ihren Samniten, den Ureinwohnern und den alten Tratturos für den Viehtrieb, von der ich euch gerne erzähle.

Ich spreche Englisch und Italienisch und bin diplomierter Reitführer FISE (Federazione Italiana Sport Equestre).

Sandra s Herz schlaegt seit 2016 für Altavia.

Mit ihrer Leidenschaft für die Natur und die Pferde machen Carmine und Sandra zu einem kompletten Team für gelungene Wanderritte. Die Deutsche begleitet sie als Reiter während ihres Urlaubs und lässt durch ihre fröhliche Art den Alltag schnell vergessen. Neben deutsch und englisch spricht Sandra auch schon etwas italienisch.

Pferde und Hunde gehören zur Familie. Buck und Milù begleiten alle Spaziergänge und Wanderungen.

Unsere Pferde

Die Pferde haben wir wegen ihres Charakters, der äusseren Erscheinung und Intelligenz ausgewählt. Alle unsere Pferde sind in dieser Region geboren und aufgewachsen und in dem gebirgigen Gelände sehr trittsicher.

Das ganze Jahr leben sie im Herdenverband, so dass sie eine solide Gruppe formen. Ausserdem sind die meisten von ihnen miteinander blutsverwandt.

Die Pferde gehen gut vorwärts und sind leicht zu reiten. Sie werden mit Westernsätteln geritten. Am Sontagmorgen bekommen Sie ein Sicherheitsvorschrift und eine kurze Einführung im Westernreiten. Nach dem Mittagessen wird ein dreistündiger Ausritt gemacht, so dass alle Reiter ihr Pferd und das Gelände kennen lernen können.

MOLISE UND DIE ABRUZZEN

Molise liegt südöstlich von der Region Lazio (Rom) und nördlich von Campania (Neapel).

 

Geschichte in einer Nussschale

Vor langer Zeit befand sich hier das Land der Samnieten. Nach drei Jahrhunderten andauernden Kriegen wurde es 79 v.C. vom Römischen Reich annektiert.

 

Im 16ten und 17ten Jahrhundert florierte der Handel mit Wolle. Im Süden Italiens wurden Millionen Schafe gehalten. Im Sommer wurden diese zu unseren Bergen umgeweidet. Dieser Transport wird “Transumanza” genannt. Dazu wurden uralte Viehwege, die sogenannten “Tratturi” benutzt. Das Aufkommen der Baumwolle bedeutete das Ende der einmaligen, wirtschaftlichen Blüteperiode.

 

Die Abruzzen und Molise wurden immer als ein Gebiet gesehen und regiert. Molise wurde 1963 eine einzelne Region. Es ist kaum bekannt und sehr dünn besiedelt. Von 1.000 Italienern wohnen sechs in Molise; nur 0,6% der gesamten nationalen Bevölkerung.

 

Landschaft und Natur

Die Hügel und Berge sind leicht abfallend. In den Abruzzen sind die Apenninen höher und rauher.

 

Es gibt keine wesentliche Industrie. Alles ist hier noch “Natur pur”. In den Abruzzen leben ungefähr 40 Braunbären. Ausserdem gibt es Wildschweine, Füchse, Hasen, Eichhörnchen, Gemsen, Adler, Falken, Eulen, Spechte, Fledermäuser und auch ein Handvoll Wölfe.

 

Die Blumenpracht ist imponierend. Was zu Hause gezüchtet im Garten oder in einer Vase steht, wächst hier reinlich und wild. Im Frühling gibt es Krokusse, Primeln und Veilchen. In Mai und Juni blüten die Rosen, Irisse, diverse Anemonen und verschiedene Arten von Orchideen. In Juli wächst hier und da eine seltene, orangenfarbige Lilie. Der Herbst ist die Zeit der Zyklamen und Herbstzeitlosen.

 

Zu Pferd

Die Hochebenen und Täler eignen sich wunderbar für herlich lange Galoppaden. Die Pferde müssen unterwegs allerdings auch viel hoch klettern und hinab steigen. Das Tempo ist daher im algemeinen also nicht so schnell. Die Sicherheit des Reiters und des Pferdes geht vor allem andern!